Finanzielle Hilfe für die Träger der Jugendarbeit
Der Stadtrat der Stadt Nordhausen beschließt:
Die Stadt Nordhausen ,vertreten durch die Oberbürgermeisterin, setzt sich beim Vorstand der
Kreissparkasse Nordhausen dafür ein, dass die "kleinen" Träger der Jugendarbeit in Nordhausen in
Form eines zinslosen Darlehens durch die Kreissparkasse unterstützt werden können, wenn die
Träger ihre Fördermittel erst gegen Mitte des laufenden Jahres erhalten und die laufenden Kosten
ihrer Einrichtung nicht durch laufenden Geschäftsbetrieb decken können. Der Kreisjugendring sollte
hierbei als Vertreter der Jugendverbände in Betracht gezogen werden und in die Gespräche
eingebunden sein.
Begründung:
Seit Jahren werden die Zuwendungen für die Träger der Jugendarbeit kontinuierlich gekürzt bzw.
stagnieren trotz steigender Kosten. Aufgrund später Zuweisungen durch den Freistaat ist es dem FB
Jugend & Soziales des Landratsamtes bzw. dem Kulturamt der Stadt Nordhausen nicht möglich, die
zugesagten Fördermittel am Anfang eines Jahres auszuzahlen, sondern erst frühstens gegen Mitte
des Jahres. Damit ist eine Deckung der laufenden Kosten nicht bzw. nur sehr schwer möglich, wenn
kein eigener Geschäftsbetrieb vorliegt. Dadurch ist es im vergangenen Jahr vorgekommen, dass
einzelnen Einrichtungen die Abstellung der Energieversorgung bevorstand. Dies konnte nur durch
kurzfristige Spenden bzw. Darlehen von Privatpersonen verhindert werden.
Dies ist in Augen der FDP kein hinnehmbarer Zustand, denn der Erhalt unserer Jugendeinrichtungen
ist wichtig für die Zukunft unserer Jugend und damit unserer Stadt. Wir sollten unseren Einfluss bei
der Kreissparkasse Nordhausen geltend machen, damit den in Not geratenen Trägern in Form eines
zinslosen Darlehens geholfen werden kann. Die Rückzahlung könnte z. B. über eine Abtretung des
Darlehensbetrages von den dann auszuzahlenden Fördermitteln erfolgen. Empfohlen wird, den
Kreisjugendring Nordhausen in diese Gespräche als Vertreter der Jugendträger einzubeziehen.




Am 6. Januar hatte nnz-Leser Wolfgang Reinhardt zwölf Fragen an die Landratskandidaten Birgit Keller (LINKE) und Egon Primas (CDU) gestellt. Primas schweigt bislang, Keller hat die Fragen am späten Nachmittag öffentlicht beantwortet...